Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers
Gestern war Kinotag, da hat das Ticket nur 4,50€ gekostet. Das ist dann auch der einzige Trost den ich habe, da ich für den Schund nicht den vollen Preis bezahlt habe. Um es gleich vorneweg zusagen, ich habe alle Mumien Filme gesehen und fand sie auch nicht schlecht, doch es ist wie so oft mit Fortsetzungen: Sie werden mit jedem Teil utopischer und unerträglicher.
Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers ist was die Besetzung angeht ja ganz gut besetzt, durch Brandon Fraser, Jet Li und Michelle Yeoh, doch die Handlung ist einfach nur an den Haaren herbeigezogen:
Alex O’Connell, der mittlerweile erwachsene Sohn von Rick und Evelyn O’Connell, eifert seinen Eltern nach und führt in China Ausgrabungen durch. Er sucht das legendäre Grab des Drachenkaiseres und seiner Terrakottaarmee, doch als er es endlich gefunden hat beginnen die Probleme, natürlich. Der Kaiser war zu seinen Lebzeiten ein äußerst grausamer Mann und trachtete zu guter Letzt noch nach der Unsterblichkeit, doch machte ihm die gute Hexe Zi Zuan einen Strich durch die Rechnung und versteinerte ihn und seine Krieger, auf das sie nie aus ihrer “Zauberstarre” erwachen mögen. Es wäre nicht Hollywood wenn es da nicht jemanden gäbe, der den Kaiser und seine Lakaien “dummerweise” wieder erweckt und der nun nach der ultimativen Weltherrschaft trachten würde. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre hat der Kaiser auch noch die Macht über die fünf Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Holz! und er kann sich in einen dreiköpfigen Drachen verwandeln, der dann zum Herren der Lüfte mutiert.
Da tritt dann die ganze Familie O’Connell auf den Plan, nebst trotlleligem Schwager Johnathan, um das Ganze zu verhindern und um einfach mal wieder ein waschechtes Abenteuer zu erleben. Ab dem Zeitpunkt wird alles ausgepackt, was das Waffenlager hergibt. Es wird einfach mal ohne Rücksicht auf Verluste ein ganzer LKW bepackt mit Feuerwerkskörpern in der Shanghaier Innenstadt gesprengt und ein Flugzeugt mitten im eisigen Himalaya gelandet. Im Himalya begegnet die sympathische Truppe übrigens auch noch Yetis, knuffige drei Meter große Kampfmaschinen mit Reißzähnen und Armen so dick wie Baumstämme, die unseren Helden aber nicht ans Leder wollen, sondern sie vor einer Lawine retten, süß.
Was soll ich sagen, am Ende wird der Kaiser dann natürlich vernichtet, aber nicht ohne den ultimativen Endkampf, bei dem der, mit den übermenschlichen Kräften natürlich gegen den unverwundbaren Durschnittsmann Rick O’Connell verliert und (diesmal) auf ewig vernichtet wird.
Der Film ist einfach vollgepackt mit irgendwelchen Spezialeffekten, die dann leider auch nicht mehr über die dürftige Handlung hinwegtäuschen können. Das Lachen der Zuschauer wird durch plumpe Witze und “komische” Slapstick-Einlagen, die einem aus den ersten beiden Filmen schon bekannt vorkommen, geradezu erzwungen. Nebenbei finde ich es sehr schade, das Rachel Weisz nicht ein drittes Mal die Evelyn gespielt hat, denn ihre Nachfolgerin, Maria Bello, passt meiner bescheidenen Meinung nach nicht auf die Rolle.
Es ist zu erwarten, dass man uns wohl noch mit einer weiteren Fortsetzungen beglücken wird, da am Ende des Films ein kleiner Hinweis auf Mumien in Peru gegeben wird. Ich werde mir die dann nicht ansehen, da ich schon von der Aktuellen die Schnauze voll habe.

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