Ich lebe noch!!!!
Ich dachte mir ich melde mich mal zurück. Bin ja schon seit letztem Freitag wieder auf dem Kontinent. Es hat sich, zu meiner Enttäuschung, während meiner Abwesenheit nicht wirklich was verändert. Wenn ich nicht da bin, dann sind alle hilflos und verfallen in eine Art Dämmerzustand aus dem ich sie dann aufwecken musste
haha.
Ich muss gestehen, dass ich England, Portsmouth, meine Arbeit (so ereignislos sie auch war) und meine super netten Gasteltern, Sally und Mick, doch ziemlich vermisse. Doch auf der anderen Seite freue ich mich auch mal wieder hier zu sein und deutsch zu hören, deutsche UnFreundlichkeit zu erleben, deutsches Essen zu essen und deutsches ProllFernsehen zu schauen.
Nach fast zwei Monaten in England und der geplatzten Hoffnung weitere sechs dort zu bleiben war ich doch froh wieder nach Hause zu fahren, was nicht zuletzt an der blöden Pissnelke auf dem Flughafen in Southampton lag, die mir mit einer absoluten kompromisslosigkeit und „Ist-mir-doch-egal-wenn-Sie-das-nicht-bezahlen-können“ entgegen gekommen ist, dass ich kurzzeitig daran gedacht habe über ihren Schaltertresen zu springen und ihr die fuseligen Haare auszureissen. Ich hatte nämlich 3 Kilo Übergepäck und wurde aufgefordert diese doch zubezahlen. Da ich jedoch zwei Monate zuvor bei der Fluggesellschaft FlyBe zusätzlich noch 20 Kilo Gepäck gekauft hatte, für insgesamt 20€, hatte ich mir darüber keine Sorgen gemacht, denn schliesslich bin ich bei meiner Abreise in Frankfurt mit knapp 29 Kilo im Koffer abgeflogen (also ein Kilo unter der Höchstgrenze) und da hatte man mir zwar schon gesagt, dass ich die die 30 Kilo auf drei Gepäckstücke verteilen müsste (interessant, wo doch überall geschrieben steht, dass man nur ein Gepäckstück aufgeben darf), aber da ich für zwei Monate wegfahre und ich ja schon bezahlt hatte, wäre das wohl kein Problem. Die Engländer machten daraus aber ein Problem und schlussendlich musste ich mich dann, aus Mangel an Bargeld, von knapp drei Kilo Gepäck trennen, die ich dann über die Mülleimer im Flughafen verteilt habe. Vielen Dank!!!
So endete meine Zeit in Portsmouth mit einem bitteren Beigeschmack, der mir eigentlich fürs Erste die Lust auf weiter Reisen genommen hat.
Aber was solls? Ich komme schon darüber hinweg, auch wenn ich den Sachen doch nachtrauere, einiges hatte einen sentimentalen Wert für mich.

Eine Antwort schreiben